Die Wiedergabe des Soloparts im Beethoven-Konzert kann ohne Bedenken als vollendet bezeichnet werden. Sein unbändiger Ausdruckswille, die Intensität des Vortrags und vor allem seine Charakterisierungskunst ließen klar den Pianisten von Ausnahmerang erkennen. Nicht zu vergessen seine Anschlagskünste und die nicht alltägliche Fähigkeit, das Tasteninstrument zum Singen zu bringen.

Gabor Halasz, Die Rheinpfalz


Die kraftvolle, zu tiefster Innigkeit fähige Spielweise des Künstlers hinterließ den Eindruck höchster Virtuosität und großer gestalterischer Meisterschaft. Soviel pianistisches Können nicht in den Dienst artistischer Darbietungen zu stellen, sondern dem tieferen Gehalt der Musik nachzuspüren, ist aller Ehren wert.

Claudia Valder-Knechtges, Kölner Stadtanzeiger


Im Fokus des Abends stand Frédéric Chopins Klavierkonzert Nr. 2, f-Moll op. 21, Jugendwerk eines heftig Verliebten, mit Moritz Winkelmann. Einzigartig, tief berührend, unvergesslich! Denn Winkelmann besticht nicht nur mit der bravourösen Brillanz und technischen Souveränität, mit der er dieses hochvirtuose Werk meistert, er dringt hochemotional in seine Tiefen ein. Mit wunderbar glasklarem und sensiblem Anschlag, feinsinniger Liedhaftigkeit taucht er in das einschmeichelnde Thema des Kopfsatzes ein – und jede Note wirkt erfühlt und wahrhaftig durchlebt. Dann die zärtliche Poesie des leider oft versüßlichten „Larghettos“ – hier kommen die sich einschmeichelnden Lyrismen ohne jegliche Sentimentalität zum Klingen. Der „polnische Tanz“ im Finalsatz temperamentvoll und verführerisch, aber ohne anbiedernde morbide Eleganz – schöner kann man Chopin nicht spielen! Winkelmann kam nicht ohne Zugabe davon: der „Vogel als Prophet“ aus Robert Schumanns „Waldszenen“, hintergründig, geister- und zauberhaft.

Marie Louise Funk, Die Rheinpfalz


Dass [Moritz Winkelmann] ein bereits erfahrener Musiker ist, zeigte sich nicht nur an der Tiefe seines Ausdrucks, sondern auch an der Kommunikation mit dem Beethoven Orchester und dessen Chef Stefan Blunier […].
Dem langsamen Satz verlieh Winkelmann Seele und Charakter und im Finale begeisterte sein Spiel mit federleichter tänzerischer Eleganz. Das Publikum geizte nicht mit Applaus und Bravorufen […].

Bernhard Hartmann, Generalanzeiger Bonn


Winkelmanns charakteristisch kraftvolle Beethoven-Interpretation zeugte von umfassender Werkdurchdringung und souveränem Form- bzw. Stilverständnis. Dazu kam eine bravourös luzide Virtuosität […].

Klaus Roß, Rhein-Neckar-Zeitung


[…] Moritz Winkelmann […] brilliert in Franz Liszts Klavierkonzert Nr. 2 A-Dur. Die verklärten Harmonien und mächtig Virtuosen Ausbrüche, die bedeutenden, ja innigen Dialoge zwischen Solocello und Klavier […] gestaltet diese Pianistenpersönlichkeit originell, leidenschaftlich und technisch grandios. Die musikalische Intensität dieses Ausnahmekünstlers lässt die Komposition zu einem Klangkrimi vom Feinsten reifen. Und die TfN-Philharmonie geht unter der […] Leitung von Friedemann Seitzer musikalisch besonders in diesem Werk als beachtlicher Klangkörper im Spiel des grandiosen Pianisten auf. Bravo-Rufe und minutenlange Ovationen für den Solisten, die TfN-Philharmonie und den Dirigenten.

Birgit Jürgens, Hildesheimer Allgemeine Zeitung


Arpeggien klangen locker und leicht, lyrisch-pathetische Melodien tiefgründig und die Fugen absolut korrekt und im dynamischen Aufbau […] dramatisch. Beethovens Musik atmete frei. So muss es sein.

Gerd Kowa, Die Rheinpfalz


Moritz Winkelmann stieg mit beherztem Anschlag in das Werk ein. Überhaupt hatte es den Anschein, als lasse sich das Orchester vom Pianisten immer wieder zu Steigerungen hinreißen. Der wuchtige Habitus, der sich auch in den harschen Akkordfolgen und hämmernden Oktavparallelen zeigte, sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass Winkelmann auch sehr zarte Register ziehen kann, etwa bei den schmetterlingsgleich aufsteigenden Trillerfiguren im zweiten Satz. Mit dem Brahms-Walzer in As-Dur verabschiedete sich der Pianist von seinem begeisterten Publikum.

Waltraud Brunst, Mannheimer Morgen


Brahms‘ Händel-Variationen opus 24 verströmten bei Winkelmann genau jenen Elan, der zu diesem vor Einfällen überschäumenden Stück eines Endzwanzigers passt. An liebevoller lyrischer Vertiefung fehlte es jedoch nicht: Der Pianist kennt seinen Brahms.

Klaus Roß, Rhein-Neckar-Zeitung


Völlig zurecht hat sich das Publikum nach den beiden ausverkauften Konzerten von den Plätzen erhoben, denn Moritz Winkelmann hat mit Werken von Händel, Brahms, Beethoven und Liszt nicht nur die Attraktivität der neuen Kulturstätte in der Keplerstadt unter Beweis gestellt, sondern vor allem sein Talent […]. Es ist beeindruckend mit welch inniger Leidenschaft Moritz Winkelmann die von Brahms komponierten Variationen spielt und dabei alle Nuancen des Werks mit großer Sensibilität, nie aber sentimental, auslotet. Winkelmann taucht regelrecht ein in die Musik und setzt mit der von Brahms ans Ende gesetzten Fuge einen fulminanten Schlusspunkt des ersten Programmteils. Dabei ist es einerseits die Leichtigkeit Winkelmanns, die das Auditorium begeistert, andererseits dessen enorme Ausdruckskraft, die fasziniert.

Ralf Recklies, Stuttgarter Zeitung


[…] denn da ist ja noch der Pianist Moritz Winkelmann und an dessen begnadetes Spiel heftet man sein Ohr nur zu gerne. Eruptive Boshaftigkeit weiß Winkelmann seinem Brahms ebenso abzutrotzen wie ein tragendes Kantabile. Wut und Verzweiflung, Heiterkeit und Frohsinn spürt man da – und darf sich daran erfreuen.

Markus Mertens, Badische Neue Nachrichten


In seinem […] Klavierkonzert Nr. 2 A-Dur offenbarte Liszt seine empfindsame, lyrische Seite, die Moritz Winkelmann am Klavier in gedankentiefem Verstehen überaus faszinierend darstellte und schon in den ersten Takten mit dem Orchester ein tief gehendes Erleben im Publikum schuf.

Joachim Dürich, Goslarsche Zeitung


Innige Poesie und delikate Töne ließ der Pianist leuchten, tiefsinnig im Lyrischen, beherzt bei den virtuosen Aufgipfelungen. Moritz Winkelmann ist ein Virtuose mit viel Seele. Große Ruhe brachte er in den langsamen Satz, die technischen Herausforderungen der Ecksätze ging er mit Leidenschaft an. Große Souveränität verbindet er mit kämpferischem Geist. Und seine feine Anschlagskultur demonstrierte er in der Brahms-Zugabe noch einmal.

Rainer Köhl, Die Rheinpfalz


Mit dem bravourösen Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur Beethovens eröffnete Moritz Winkelmann – international auch durch Fernseh-Auftritte bekannt – in überragender jugendlicher Frische in blicknahem Kontakt zum ausgezeichnet spielenden Orchester der TfN-Philharmonie Hildesheim […]. Im dominanten Kraftstrom und mit spontan fesselnder Ausdruckskraft überzeugte Winkelmann mit faszinierenden dynamischen Spannungsfeldern um die kontrastierenden Themen […]. Seine voll ausgelebte Fantasie war schon nahezu übergewaltig fesselnd […] Donnernder Beifall.

Joachim Dürich, Goslarsche Zeitung


Als Moritz Winkelmann, der Solist des Abends, 2008 den Richard-Laugs-Klavierwettbewerb gewann, meinte er im Interview mit unserer Zeitung, besonders glücklich habe ihn gemacht, dass die Jury sein Spiel „beseelt“ fand. Dass sich der junge, bereits hochdekorierte Pianist diese Eigenschaft bewahrt hat, bewies seine Interpretation aufs Schönste. Ein Kleinod: Schumanns „Träumerei“ als Zugabe.

Waltraud Brunst, Mannheimer Morgen


Brahms Variationen wie im Rausch gespielt.

Ralf Recklies, Stuttgarter Zeitung


Brahms mit glühender Leidenschaft.

Wianne Kampen, Wilhelmshavener Zeitung